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DM: Ringerinnen des Sportinternats holen Gold und Silber

Die frisch gebackenen deutschen Meisterinnen mit Bundestrainer Christoph Ewald und DRB-Frauenreferentin Martina Göhringer

Die Deutschen Meisterschaften der weiblichen A- und B-Jugend sind passé. Der AC Ückerath richtete am Wochenende die Titelkämpfe in der Sporthalle der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Dormagen aus. „Das war eine runde Sache. Alles hat gut geklappt“, fasste Martina Göhringer, die Frauenreferentin des Deutschen Ringer-Bundes die beiden Tage zusammen. 117 Teilnehmerinnen aus 36 Vereinen und 15 Landesverbänden ermittelten auf drei Matten die deutschen Meisterinnen des Jahres 2021.Bürgermeister Erik Lierenfeld überraschte bei der Eröffnung als Schirmherr die frisch gekürte Vize-Weltmeisterin Nina Hemmer mit einer besonderen Anerkennung der Stadt. Sie freut sich dank der im letzten Jahr aktualisierten Sportförderrichtlinien über 750 Euro. Die in Oslo mit WM-Silber dekorierte Ringerin des AC Ückerath stand im Mittelpunkt und durfte darüber hinaus am Samstag dem Ringerinnennachwuchs pausenlos Autogramme geben. Zudem übergab sie gemeinsam mit den namhaften Ex-Ringerinnen Stéphanie Groß und Nina Englich Medaillen und Urkunden an die besten der insgesamt 117 teilnehmenden Athletinnen. „Diese drei Frauen haben zusammen über 30 deutsche Meistertitel gewonnen“, informierte Hallensprecher Thomas Eigenbrodt die 13- bis 17-jährigen Aktiven

In überwiegend voll besetzten Gewichtsklassen zeigten die Jugendlichen, dass das Mädchenringen längst den Kinderschuhen entwachsen ist. Christoph Ewald freute sich darüber, dass „die nationale Spitze hier vertreten und auf einem guten Weg ist.“ Der Bundestrainer Nachwuchs hofft auf eine steigende Zahl von Mädchen, die nach den Erfolgen von Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken und jetzt auch Nina Hemmer das Training aufnehmen.

Bei der weiblichen Jugend A setzte sich Südbaden in der Verbandswertung mit 33 Punkten vor Berlin (28) und Sachsen (26) durch. Bayern führte diese Bilanz beim jüngeren Nachwuchs mit 36 Punkten vor Württemberg (33), Südbaden (31) und NRW (29) an. Das Team des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen gewann zwei Medaillen: Zeynep Türker (B-Jugend/38 kg) vom AC Mülheim 92 marschierte problemlos durch die Vorrunde und behielt auch im Finale gegen Nora Lübke (Freiburg) mit 4:2 die Oberhand. Sie sicherte sich den einzigen Meistertitel für NRW.

Zudem gab es Silber für Lotta Englich, die als B-Jugendliche in der höheren Altersklasse angetreten war und trotzdem nur hauchdünn den Titelgewinn in der 69 kg-Klasse verpasste. Sie verlor das Finale mit 4:5 gegen Cassidy Richter vom RV Thalheim. Über diese Vizemeisterschaft freut sich auch das Sportinternat Knechtsteden, in dem die junge Ringerin aus Witten seit geraumer Zeit beheimatet ist. Ein noch größerer Erfolg nicht zuletzt für das Sportinternat, dem Josefine Widmann (B-Jugend, 52 kg) ebenfalls angehört: Sie startete für ihren Heimatverein ASV Bruchsal (Südbaden) und gewann souverän mit einem Schultersieg gegen Sophia Schwart (VfL Tegel, Berlin) den deutschen Meistertitel.

Die beste Platzierung für den AC Ückerath verzeichnete Leni Seelig (B-Jugend, 58 kg). Sie behauptete sich im Finale um Platz 5 gegen Johanna Hanses aus Bayern mit einem Schultersieg. Sechste wurden Amy Allgaier (wA, 57 kg) und Norah Röttgen (wA, 61 kg), Lisa-Marie Kamper (wA, 53 kg) belegte den siebten und Tiara Majer (wB, 52 kg) den neunten Rang. Lilli Titze (wA, 53 kg) landete auf dem 15. Platz. „Bei diesen Meisterschaften geht es natürlich um Medaillen, aber auch um die sportliche Entwicklung. Da sind wir auf einem guten Weg. Unsere jungen Ringerinnen haben den Abstand zur Spitze deutlich verkürzt und haben manche Kämpfe nur knapp verloren“, betont OSP-Trainer Sevket Karapinar, der regelmäßig am Bundesstützpunkt Dormagen coacht.