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Grand Prix mit vielen Highlights

Jennifer Rösler (links) siegte beim Grand Prix, Lena Kaiser (rechts) gewann Silber

ACÜ-Ringerin Jessica Blaszka (rechts auf dem Podest) wurde Dritte in der Gewichtsklasse bis 53 kg, Fotos: Bärbel Suling

Die russische Olympiasiegerin von London Natalya Vorobieva musste sich noch einmal richtig ins Zeug legen, um gegen die WM-Dritte Martina Kuenz aus Österreich ihren dritten Grand Prix-Sieg in Dormagen feiern zu können. Das Finale der beiden Weltklasseringerin war eins der Highlights beim stark besetzten Turnier im TSV Bayer Sportcenter am Wochenende. Ein anderes war der Erfolg von Luisa Niemesch (Germania Weingarten), die den fünften GP-Sieg der Schwedin Johanna Mattsson in Dormagen verhinderte und als beste deutsche Athletin mit dem Preis des auch für Sport zuständigen Bundesinnenministers belohnt wurde.

Aus sportlicher Sicht gab es für den ausrichtenden AC Ückerath verhaltene Freude, denn gleich in ihrem ersten Kampf kam das Aus nach vier Minuten für die amtierende Militär-Weltmeisterin Nina Hemmer (26). Ohne Einwirkung ihrer Gegnerin Ellen Riesterer verletzte sie sich und musste mit Verdacht auf einen Meniskusschaden ausscheiden. Laura Mertens durfte gar nicht erst auf die Matte gehen. Wegen enhaltender Leistenbeschwerden hatten die Ärzte ein Startverbot erteilt.

Bei den Frauen kletterte die für den ACÜ startende Niederländerin Jessica Blaszka (53 kg) als Dritte aufs Podest, nachdem sie über die Hoffnungsrunde noch einmal in den Wettbewerb einsteigen konnte. Ganz besonders freuen konnten sich Bundesstützpunktleiter Heinz Schmitz und Nachwuchs-Bundestrainer Christoph Ewald über das Abschneiden der 15 bis 17 Jahre alten Kadettinnen des AC Ückerath: Für Jennifer Rösler (73 kg) gab es dank ihrer beiden Siege sogar Gold. Nach einer knappen Niederlage im letzten Kampf wurde Sportinternatlerin Lena Kaiser (69 kg) Zweite. Zuvor hatte sie mit drei Schultersiegen ihr herausragendes Talent unter Beweis gestellt. Jasmina Liolios (57 kg) verpasste knapp das Treppchen und wurde Vierte. „Für Lina Sue Odendahl, Anna Titze, Heidi Morjan und Carolin Kitiratschky ging es vor allem darum, Erfahrung bei einer solch starken internationalen Konkurrenz zu sammeln“, betonte Heinz Schmitz.

Die mit 180 Ringerinnen aus 20 Nationen hervorragend besetzte Veranstaltung war einmal mehr eine Kraftanstrengung für das Team des AC Ückerath sowie Helferinnen und Helfern aus befreundeten Vereinen. „Ich bin immer wieder beeindruckt vom Engagement der vielen Ehrenamtler. Ansonsten wäre ein Turnier in einer solchen Größenordnung überhaupt nicht zu stemmen“, sagt Vereinsvorsitzender Detlev Zenk und erinnert an die Wirtschaftsförderung, die mit der Veranstaltung verbunden ist: „Hier gab es eine gute Zusammenarbeit mit gleich fünf Hotels in Dormagen und Norf.“

Mehr als zufrieden mit dem Grand Prix am Wochenende war die russische Delegierte des Ringer-Weltverbandes, Nona Arustamyan: „Das war eine bedeutende Werbung für das Frauenringen. Denn es gibt weltweit nicht viele Veranstaltungen dieser Qualität.“ Für Jannis Zamanduridis, Sportdirektor des Deutschen Ringerbundes, steht fest: „Das Turnier hat einen hohen Stellenwert, auch international.“ Das sah DRB-Bundestrainer Patrick Loes ähnlich, der nach dem Grand Prix mit Ringerinnen aus mehreren Nationen zum gemeinsamen Trainingslager zur Sportschule Hennef fuhr. Im Gepäck: der Siegerpokal für die erfolgreichste Mannschaft beim Grand Prix.

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