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Laura Mertens Fünfte bei der EM

Laura Mertens hätte gerne eine Medaille aus Rom mitgebracht

Auf beiden Schultern fand sich Laura Mertens im kleinen Finale gegen Anhelina Lysak (Ukraine) wieder, die zu diesem Zeitpunkt auch schon mit 9:0 Punkten gegen die deutsche Ringerin führte. „Ich wurde gut von meinen Trainern eingestellt und hatte zu Beginn des Kampfes auch ein positives Gefühl. Dennoch hat mich ein Quäntchen zu viel Respekt vor einer eigentlich schlagbaren Gegnerin die Erreichung meines Ziels gekostet.“ Warum das so war, will die 26-Jährige jetzt aufarbeiten, „um es in der Qualifikationsphase für Tokio besser zu machen.“

Von den vier Ringerinnen, die im kleinen Finale um Bronze standen, schaffte nur Aline Rotter-Focken (76 kg/KSV Krefeld) den Sprung auf das Siegertreppchen. Nach ihrem souveränen 10:0-Hoffnungsrundensieg über die Polin Kamila Kulwicka zog die deutsche WM-Dritte von Nur-Sultan 2019 ins kleine Finale ein, wo sie gegen die Französin Pauline Lecarpentier Punkt für Punkt zum vorzeitigen 10:0-Überlegenheitserfolg sammelte. „Klar wollte Aline auf dem Treppchen etwas höher klettern, aber die Türkin Yasemin Adar und die Russin Ekaterina Bukina müssen noch durch die Olympiaqualifikation und sind damit schon ein Stück weiter, während Aline das Ticket nach Tokio schon hat“, sieht Bundestrainer Patrick Loes seine Athletin auf einem guten Weg in Richtung Olympia 2020.

Schwer hatte es die noch junge Ellen Riesterer (55 kg/SV Freiburg-Haslach) gegen die international erfolgreiche Schwedin Sofia Mattsson. Mit dem Schlusspfiff holte die Siegerin der European Games von 2019 das 10:0 und damit die Bronzemedaille, während die deutsche Ringerin das EM-Turnier auf dem 5. Platz beendet. Keinen guten Tag erwischte die deutsche WM-Dritte von 2019 Anna Schell (68 kg/SC Isaria Unterföhring), die nach starker Vorrunde am Vortag, gegen Danute Domikaityte überhaupt nicht in den Kampf fand und gegen die Litauerin mit 0:9 unterlag.

„Ellen Rieserer hat sich gegen die favorisierte Schwedin über 6 Minuten gut gehalten, Laura Mertens hatte beim Kampf gegen die Ukrainerin etwas Pech, während Anna Schell nach guten Vorrundenbegegnungen heute nicht ihr eigentliches Können zeigte“, so die Analyse des Bundestrainers zu den drei Fünftplatzierten dieser Europameisterschaft. Am Freitag Abend kämpft Maria Selmaier (72 kg/KSC Apolda) gegen die amtierende Weltmeisterin und Olympiazweite von 2016 Natalia Vorobieva (Russland) um Gold. Ebenso wie AC Ückerath-Mitglied Jessica Blaszka (53 kg/Niederlande), die Annika Wendle (ASV Altenheim) ausschaltete und im Finale auf die Weißrussin Vanesa Kaladzinskaya trifft.